oben

Vom Zunder bis zur Anti-Darm-Krebspille

Neuigkeiten vom Baumpilz Zunderschwamm

Am 05. Nov 2015 fand das diesjährige Berlin-Brandenburgische Forschungssymposium über ausgewählte Naturwirkstoffe in der Prophylaxe und Therapie statt. Zum 9. Mal konnte der Vorstand des Forschungsinstitutes BIOPOL e.V. Herr Dipl. Ing. Wilfried Rühle im Innovationspark Wuhlheide am Rande Berlins unter anderem renommierte Wissenschaftler wie die Greifswalder Wissenschaftler Prof. Dr. Ulrike Lindequist und Dr. Wolf Dieter Jülich begrüßen. Die Referenten präsentierten neue und interessante Informationen zu den Themen Medizinalpilze und Mineralkomposite. Flankiert wurde die Veranstaltung von einer Ausstellung zum Zunderschwamm (Fomes fomentarius) und dessen Anwendung von der Steinzeit bis heute.

 

Ruehle_biopol

Dipl.Ing. Wilfried Ruehle mit Zunderschwamm

Ruehle_lindequist_biopol

Dipl.Ing. Wilfried Ruehle und Prof.Dr. Ulrike Lindequist

Rühle befasst sich seit mehreren Jahrzehnten intensiv mit dem Zunderschwamm. Resultat seiner Arbeit ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Gewinnung eines Beta- 1,3/1,6D- Glucan-Naturkomplexes aus dem Zunderschwamm und die Erteilung diesbezüglicher Patente.

Der Naturkomplex kann zusammen mit Hyaluron und Myoxinol in kosmetischen Hautpflegeprodukten wirkungsvoll eingesetzt werden. Neben seinen günstigen hautpflegenden Eigenschaften lassen sich damit allergische Hauterkrankungen und virale Hautinfektionen (Herpes simplex) günstig beeinflussen. In Kürze werden diesbezügliche Produkte erhältlich sein (wir berichten…)

Das Absorptionsvermögen für Schwermetalle macht das Material auch für technologische Anwendungen beispielsweise bei der Reinigung belasteter Abwässer interessant.

Die sich mikroskopisch zeigenden Hohlfasern des Materials lassen sich mit Glucosinolat und Myrosinase beaufschlagen, womit ein Einsatz des Materials zur Vorbeugung von Darmkrebserkrankungen denkbar wäre. Zusätzlich stärkt das Material das Immunsystem.